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Ein neues Küchengerät soll die Mikrowelle dauerhaft ersetzen.

Person dampft Gemüse in einer modernen Dampfgarküche auf einer Arbeitsplatte mit Mikrowelle im Hintergrund.

Der Teller kommt aus der Mikrowelle – am Rand dampfend, in der Mitte eiskalt.

Jemand sticht mit der Gabel hinein, seufzt und schiebt ihn noch einmal für „nur 30 Sekunden“ zurück – Sekunden, die die Textur ganz leise ruinieren. Diese Szene spielt sich in winzigen Küchen und großen Loft-Wohnungen ab, in WG-Zimmern und Familienhaushalten. Wir verlassen uns auf diese brummende Box: schnell, praktisch … und irgendwie unbefriedigend.

Doch jetzt schleicht sich eine neue Gerätegattung auf die Arbeitsplatten. Sie gart von innen heraus, bräunt und macht zugleich knusprig. Sie nutzt smarte Sensoren statt Rätselraten und piepsender Tasten. Sie verspricht Tempo ohne den traurigen, gummiartigen Nachgeschmack. Und immer mehr Menschen sagen leise: „Ich habe meine Mikrowelle seit Wochen nicht benutzt.“ Da passiert etwas.

Eine stille Revolution auf der Arbeitsplatte

Wenn du heute in eine moderne Küche kommst, fällt dir vielleicht etwas Merkwürdiges auf. Die Mikrowelle ist noch da – aber sie wirkt … an den Rand gedrängt. Das eigentliche Geschehen findet neben dem Toaster statt: in einem kompakten, smarten Mini-Ofen, der Heißluftfritteuse, Umluftofen und Grill in einem Gerät vereint.

Er heizt in Minuten vor, weiß, wann das Essen fertig ist, und lässt Reste tatsächlich besser schmecken als beim ersten Mal. Genau dieses Detail packt die Leute. Niemand schwärmt von aufgewärmter Mikrowellenpizza. Aber von einem Stück, das mit knusprigem Boden und blubberndem Käse herauskommt, als käme es gerade aus der Pizzeria – darüber reden sie.

In einer Londoner WG wollten vier Mitbewohner den Hype testen. Sie kauften einen hochwertigen smarten Tischbackofen mit Air-Fry- und Dampf-Boost-Modus und beschlossen, die Mikrowelle einen Monat lang zu „ignorieren“. Nach zwei Wochen sammelte die Mikrowellentür Fingerabdrücke – aber nicht vom Benutzen, sondern weil sich Leute darauf abstützten, während sie darauf warteten, dass der neue Ofen piept.

TK-Pommes? In 12 Minuten fertig, tatsächlich knusprig. Curry vom Vortag? Gleichmäßig heiß, dazu das Naan nebenbei kross. Einer witzelte, die Mikrowelle sei zu einer „überqualifizierten Brotdose“ geworden. Und als die Stromrechnung kam, war die Überraschung groß: Die kurzen, intensiven Zyklen des neuen Ofens waren günstiger, als für jede Kleinigkeit den großen Einbauofen laufen zu lassen.

Was sich verändert, ist nicht nur die Maschine, sondern der Rhythmus des Kochens. Diese Next-Gen-Geräte kombinieren starke Lüfter, schnell reagierende Heizelemente und präzise Temperatursteuerung. Manche Modelle fügen Dampf hinzu, andere nutzen Doppelsensoren, um das Innere deines Essens zu prüfen – statt sich auf willkürliche Timer zu verlassen.

Das Ergebnis fühlt sich fast wie Schummeln an. Du tippst ein Programm an, schließt die Tür, und das Gerät jongliert leise die Modi: vielleicht startet es mit kräftigem Luftstrom, reduziert dann die Hitze zum Durchgaren und beendet alles mit einem Grill-Schub. Plötzlich wirkt die Mikrowelle wie ein alter Fernseher mit zwei Programmen und flimmerndem Bild.

Wie der neue „Mikrowellen-Killer“ im Alltag wirklich funktioniert

Im Kern dieser Veränderung steckt eine einfache Idee: ein kompaktes Gerät, das wirklich kochen kann – nicht nur Dinge mit Wellen „beschießen“. Stell dir einen kleinen smarten Ofen vor, der Air Frying, Umluftbacken, Grillen und manchmal auch Dampf kombiniert. Manche Marken nennen es „Smart Air Oven“, andere „Multifunktions-Tischbackofen“ – das Versprechen ist ähnlich.

Du schiebst dein Essen auf einem Rost oder Blech hinein, wählst einen Modus wie „Aufwärmen“, „Crisp/Knusprig“ oder „Air Roast“, und das Gerät erledigt den Rest. Statt Wasser im Essen zum Kochen zu bringen wie eine Mikrowelle, zirkuliert es heiße Luft präzise – manchmal aus mehreren Richtungen. Deshalb bekommst du knusprige Ränder, gebräunte Oberflächen und weiche Kerne, und das in denselben 10–15 Minuten, die du sonst damit verbringen würdest, immer wieder auf „+30s“ zu drücken, weil irgendwo noch eine kalte Stelle ist.

Gute Ergebnisse beginnen mit einer kleinen Umstellung: Denk in Positionen statt nur in Leistungsstufen. Wo das Blech steht, zählt. Weiter oben bedeutet mehr direkte Hitze vom Grillelement – perfekt für Käse oder Gratins. Die Mitte ist die Alltagszone. Unten wird es etwas sanfter, ideal, um dickere Gerichte gleichmäßig zu erhitzen.

Viele neue Besitzer schwören auf eine einfache Routine. Für Reste verzichten sie auf das „Mikrowellen-Denken“: volle Power, minimale Zeit. Stattdessen tippen sie „Aufwärmen“ an oder stellen 160–170 °C für 8–12 Minuten ein. Ergebnis: Pasta wird nicht klebrig, Reis nicht trocken-kreidig, und Brathähnchen bleibt saftig mit knuspriger Haut. Es fühlt sich an, als hätte dein Kühlschrank einen versteckten „Upgrade“-Knopf.

Natürlich gibt es kleine Fallen. Wer Mikrowellen gewohnt ist, erwartet sofortige Hitze und vergisst, dass echtes Bräunen einfach ein bisschen Zeit braucht. Manche überladen das Blech, blockieren den Luftstrom und geben dann dem Gerät die Schuld. Andere behandeln „Air Fry“ wie Zauberstaub und werfen panierten Fisch direkt aus dem Tiefkühler hinein, ohne ihn zu verteilen.

Seien wir ehrlich: Niemand kocht wirklich jeden Tag die perfekt geplante, Instagram-taugliche Mahlzeit. Die meisten von uns stolpern müde und hungrig in die Küche, halb am Handy scrollend. Die gute Nachricht: Diese Geräte sind nachsichtig. Sie sind für Chaos gebaut. Du kannst Gemüse, ein Stück Hähnchen und die Kartoffeln von gestern zusammen hineingeben – und irgendwie wird daraus etwas, das nach Hausmannskost duftet.

Eine frühe Nutzerin, eine Pflegekraft im Nachtdienst, erzählte mir:

„Meine Mikrowelle war früher meine Rettung um 2 Uhr morgens, aber alles schmeckte gleich: außen heiß, innen komisch. Mit dem neuen Ofen freue ich mich tatsächlich auf meine Pausen. Es fühlt sich an, als würde ich richtiges Essen essen – nicht nur warmes Essen.“

Hinter diesen Worten stehen ein paar Gewohnheiten, die den Unterschied zwischen „nettem Gadget“ und echtem Mikrowellen-Ersatz ausmachen:

  • Zum Aufwärmen niedrig bis mittel erhitzen (150–170 °C), etwas länger, für saftige Ergebnisse.
  • Zwischen den Stücken Platz lassen, damit die heiße Luft zirkulieren und richtig knusprig werden kann.
  • Tiefkühlkost nach der Hälfte wenden – für ein Ergebnis wie im Restaurant.
  • Für Käse und Brot den oberen Einschub nutzen, für den goldenen Abschluss.
  • Innenraum wöchentlich auswischen; ein sauberer Lüfter und saubere Heizelemente halten die Ergebnisse konstant.

Was das für die Zukunft des Alltagskochens bedeutet

Die Mikrowelle wird nicht über Nacht verschwinden. Sie ist günstig, vertraut und immer noch der schnellste Weg, eine Tasse Wasser zu erhitzen. Trotzdem findet ein Generationswechsel statt. Menschen, die mit Convenience aufgewachsen sind, wollen weiterhin Geschwindigkeit – aber mit etwas Würde. Sie wollen Reste, die sich wie eine kleine Geste der Fürsorge anfühlen, nicht wie ein Kompromiss.

Diese neuen Tischbacköfen treffen genau die Mitte zwischen „Ich bin fertig“ und „Ich will trotzdem etwas Gutes“. Sie laden zu kleinen Ritualen ein: Gemüse mit Öl und Salz vermengen, Reste ordentlich ausbreiten, ein paar Minuten länger warten, bis der Lüfter leise stoppt – und den Unterschied riechen. Das ist kein Fine Dining. Es ist einfach Alltagsessen, das sich nicht wie ein Nachgedanke anfühlt.

Je mehr solche Geräte in Küchen einziehen, desto mehr verschiebt sich die alte Frage. Es wird nicht mehr heißen: „Hast du eine Mikrowelle?“, sondern: „Welchen smarten Ofen nutzt du?“ Einstellungen und Zeiten zu teilen wird ein bisschen wie Playlists zu vergleichen. Die eine Person schwört auf 165 °C für Pizza, jemand anderes diskutiert leidenschaftlich für 180 °C plus einen kurzen Grill-Schub. Das Gespräch ist von Wattzahlen zu Textur gewandert, von Tempo zu Genuss.

Und langsam, still, wird die brummende Box in der Ecke zum Plan B statt zum Standard. Der „Mikrowellen-Moment“, der Küchen im späten 20. Jahrhundert geprägt hat, macht Platz für etwas Überlegteres – immer noch schnell, aber unendlich viel angenehmer. Das Gerät, das sie ersetzt, ist nicht nur neue Hardware. Es ist eine neue Art zu entscheiden, was deine Alltagsmahlzeiten verdienen.

Kernpunkt Detail Nutzen für Leserinnen und Leser
Ein Gerät, mehrere Funktionen Air Fry, Umluft, Grill und manchmal Dampf in einem einzigen Tischbackofen Weniger Geräte, mehr Platz, einfacherer Alltag
Aufwärmen, das wirklich Spaß macht Moderate Temperatur (150–170 °C) und Luftzirkulation, damit es innen saftig bleibt und außen knusprig wird Macht Reste wieder appetitlich statt zur Notlösung
Verbrauch und Komfort Kleiner Garraum, schnelles Aufheizen, kurze Zyklen – besser für kleine Portionen Weniger Energieverschwendung und angenehmeres Kochen im Alltag

FAQ

  • Ist dieses neue Gerät wirklich schneller als eine Mikrowelle?
    Für das reine Erhitzen von Flüssigkeiten: nein, da ist die Mikrowelle weiterhin am schnellsten. Für echte Mahlzeiten mit Textur kommen diese smarten Öfen oft auf ähnliche oder sogar bessere Realzeiten, weil du nicht ständig nachstarten musst, um kalte Stellen zu beheben.
  • Kann es auch einen großen Backofen ersetzen?
    Für ein bis drei Personen oft ja. Du kannst die meisten Alltagsgerichte braten, backen und grillen. Große Braten oder Familienbleche passen aber weiterhin besser in einen klassischen Ofen.
  • Ist es sicher für Kinder oder Teenager?
    Viele Modelle bleiben außen relativ kühl, haben Auto-Abschaltung und klare Presets. Innen ist es trotzdem heiß – etwas Aufsicht und eine kurze Einweisung helfen sehr.
  • Schmeckt Essen anders als aus der Mikrowelle?
    Komplett. Statt matschiger oder gummiartiger Texturen bekommst du gebräunte Oberflächen, knusprige Ränder und gleichmäßigere Wärme. Viele sagen, es kommt Restaurant- oder „frisch gekocht“-Gefühl näher.
  • Brauche ich dann überhaupt noch eine Mikrowelle?
    Vielleicht für schnelle Aufgaben wie eine Tasse Milch, Instant-Porridge oder zum Sterilisieren bestimmter Dinge. Für volle Teller und richtige Mahlzeiten kann diese neue Generation smarter Öfen aber ganz leise übernehmen.

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